3:2 SG siegt in der Nachspielzeit gegen Vreden

Zuschauer: 230
90 +4 Luca Herrmann avanciert zum Matchwinner in der Nachspielzeit
Spielbericht vom 21. September 2025
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Schon unter der Woche war klar: Dieses Heimspiel gegen die SpVgg Vreden würde für die SG Finnentrop/Bamenohl eine echte Charakterprobe werden. Zahlreiche Verletzungen und gleich zwei Sperren nach der Partie in Wattenscheid sorgten für Rotation bei den Bamenohler Jungs. Besonders schmerzlich: Mit Melvin Musangu und Nasim Chatar mussten gleich zwei Leistungsträger auf der Tribüne Platz nehmen. Trainer Jonas Ermes musste umstellen, setzte auf taktische Variabilität und Teamgeist. Die Tabellensituation versprach Spannung: Während Vreden mit 9 Punkten auf Rang 7 notierte, stand die SG mit 7 Zählern auf Platz 15 – ein enger Abstand, aber ein gewaltiger Unterschied im Tabellenbild.
Erste Halbzeit
Mit Anpfiff durch Schiedsrichter Arnoush Araghi legte die SG druckvoll los. Direkt in den ersten Minuten setzten Christopher Hennes mit zwei gefährlichen Freistoßhereingaben und Albayrak über die rechte Seite erste Akzente. Vreden wirkte überrascht, fand kaum Zugriff. In der 11. Minute dann die verdiente Führung: Wieder war es der schnelle Albayrak, der auf rechts durchbrach, in die Mitte legte, wo Werlein nach kurzer Annahme eiskalt abschloss – 1:0 für die SG!
Die Gastgeber drückten weiter, hätten binnen weniger Minuten sogar auf 3:0 erhöhen können: Erik Dier und Caspar Epe scheiterten jedoch knapp. Und so kam es, wie es im Fußball oft kommt: Im eigenen Strafraum leistete sich Albayrak ein unglückliches Foul, der Schiedsrichter zeigte sofort auf den Punkt. Kilian Heiserkamp verwandelte sicher zum 1:1 (20.) – ein schmeichelhafter Ausgleich, denn Vreden hatte bis dahin kaum Offensivaktionen.
Die SG zeigte sich davon unbeeindruckt. Chancen im Minutentakt: Ein Flugkopfball von Dier (30.), ein Schuss von Albayrak aus fünf Metern, den er nicht mehr richtig drücken konnte, und schließlich Luca Herrmann, der kurz vor der Pause nur knapp verzog. Doch trotz klarer Überlegenheit ging es mit einem 1:1 in die Kabinen.
Zweite Halbzeit
Nach dem Seitenwechsel blieb die SG am Drücker, verpasste aber die schnelle Führung. Stattdessen meldete sich Vreden mit einem gefährlichen Konter zurück: Hinkelmann traf in der 58. Minute nur den Außenpfosten – da hatten viele schon den Abseitspfiff erwartet. Doch quasi im Gegenzug schlug die SG wieder zu: Werlein setzte sich über rechts durch, passte scharf nach innen, und Albayrak vollendete artistisch mit der Hacke – 2:1 (60.) Angetrieben von den Fans drängte die SG auf die Vorentscheidung: Werlein scheiterte am Innenpfosten (67.), weitere Chancen blieben ungenutzt. Die Belohnung blieb aus – und Vreden zeigte erneut Effizienz: Nach einer Ecke stieg der hochgewachsene Hinkelmann am höchsten und köpfte zum 2:2 (78.) ein. Wieder alles offen, obwohl die Hausherren klar überlegen waren. Doch die SG warf weiter alles nach vorne, rannte unermüdlich an und wurde gleich mehrfach vom Aluminium ausgebremst: Albayrak traf in der 88. Minute bereits zum zweiten Mal den Pfosten.
90 +4 Luca Herrmann avanciert zum Matchwinner in der Nachspielzeit
Die Partie schien auf ein bitteres Unentschieden hinauszulaufen, als in der Nachspielzeit der große Auftritt von Luca Herrmann folgte. In der 90.+4 Minute erlief er einen langen Ball von Gordon Meyer, sah, dass Vredens Keeper zu weit vor seinem Tor stand, und schlenzte das Leder als perfekte Bogenlampe ins Netz – 3:2! Die H&R Arena explodierte. Herrmann riss sich das Trikot vom Leib und verschwand jubelnd unter seinen Mitspielern. Kurz darauf war Schluss – ein Sieg in allerletzter Sekunde, hochverdient.
Ein Spiel, das die SG Finnentrop/Bamenohl über Strecken der 90 Minuten dominierte, sich aber selbst das Leben schwer machte. Viermal Aluminium, zahlreiche vergebene Großchancen – und dennoch am Ende der Siegtreffer in letzter Sekunde.
Trainer Jonas Ermes nach dem Abpfiff:
„Wir haben heute mit Ball ein richtig gutes Spiel gemacht, aber leider viel zu viele Chancen liegen lassen. So ist es unnötig spannend geworden. Aber die Jungs haben bis zur letzten Sekunde dran geglaubt, sich reingehauen und am Ende absolut verdient gewonnen. Ein Riesenkompliment an die Mannschaft!“Mit Blick auf die Ausfälle fügte er an: „Natürlich habe ich am liebsten alle Spieler an Bord. Wir haben diese Saison aber auch in der Breite einen starken Kader und in genau solchen Spielen zeigt sich das dann auch. Jetzt gilt es, den Schwung mitzunehmen – im Pokal wollen wir unsere Qualität zeigen und nächste Woche in Ennepetal in der Liga nachlegen.“
SG Finnentrop/Bamenohl:
Christian Bölker, Christopher Hennes, Maximilian Humberg, Gordon Meyer, Erik Dier, Caspar Epe (46. Robin Bönner) (94. Jan-Luca Antosch), Marlon Zilz, Eren Albayrak, Anas Akhabach, Luca Uwe Herrmann, Maurice Danielle Werlein (75. Jan Klingenspohr)
SpVgg Vreden:
Tom Breuers, Bernd Verwohlt, Kilian Heisterkamp, Mika Völker, Felix Mensing, Dennis Wüpping (90. Matteo Anton Geesink), Martin Sinner (85. Neo Jason Muhr), Leon Kondring (67. Lars Bleker), Nicolas Ostenkötter (58. Julian Risthaus), Maximilian Hinkelmann, Julius Gerster (90. Janis Terhörst)
Tore: 1:0 Danielle Werlein (11.), 1:1 Kilian Heisterkamp (20. Foulelfmeter), 2:1 Eren Albayrak (61.), 2:2 Maximilian Hinkelmann (78.), 3:2 Luca Herrmann (90.+3)













