3:1 Auswärtssieg in Salchendorf

Schiedsrichter: Arnoush AraghiLinienrichter: Akar Yagmur, Justin Bryan Ragosch
Zuschauer: 378
Früher Doppelschlag ebnet den Weg
Spielbericht vom 23. August 2026
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14 Jahre musste man auf dieses Südwestfalen-Derby warten. Und als es endlich wieder so weit war, brauchte die SG Finnentrop/Bamenohl gerade einmal acht Minuten, um am Salchendorfer Wüstefeld mit 2:0 in Führung zu liegen. Was nach einem entspannten Nachmittag aussah, entwickelte sich danach allerdings zu einem echten Stück Arbeit. Am Ende stand ein 3:1-Auswärtssieg – verdient, aber längst nicht so souverän, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Bevor der Ball rollte, wurde es zunächst ganz still. Beide Mannschaften und die 378 Zuschauer gedachten in einer Trauerminute des verstorbenen Otto Heinz. Ein bewegender Moment, ehe der Fußball wieder in den Mittelpunkt rückte.
Und dann war die SG sofort da. Acht Minuten, zwei Tore – besser geht es kaum
Schon in der ersten Minute ließ die Mannschaft den Ball gut rund um den Strafraum laufen. Alban Peci fasste sich ein Herz, zog ab – und plötzlich lag die SG mit 1:0 vorne. Ein Start nach Maß. Und Bamenohl setzte direkt nach. Die Mannschaft wirkte hellwach, spielte zielstrebig nach vorne und erwischte Salchendorf in dieser Phase immer wieder einen Schritt zu spät.In der achten Minute folgte der nächste sauber herausgespielte Angriff. Am Ende musste Lejf Kaden mit Saisontreffer Nr. 5 aus kurzer Distanz nur noch einschieben.2:0 nach acht Minuten. Als SG-Fan konnte man sich zu diesem Zeitpunkt eigentlich nur fragen: Was ist denn hier los?
Der Oberliga-Absteiger trat in diesen ersten Minuten genauso auf, wie man es sich erhofft hatte: selbstbewusst, ballsicher und vor dem Tor konsequent. Doch wer glaubte, dass das Spiel damit schon in eine klare Richtung laufen würde, wurde schnell eines Besseren belehrt.
Salchendorf wacht auf – und die SG lässt nach
Die Germania brauchte einige Minuten, um den frühen Schock zu verarbeiten. Dann aber wurden die Gastgeber zunehmend mutiger. Und gleichzeitig nahm die SG ein wenig den Fuß vom Gas. Vielleicht sogar etwas zu sehr. Salchendorf kam besser in die Zweikämpfe, wurde aggressiver und brachte die Bamenohler Defensive vor allem mit Standards, Flanken und langen Bällen immer wieder in unangenehme Situationen.
Torhüter Fynn Schneider war mehrfach gefordert und hielt seine Mannschaft mit wichtigen Aktionen auf Kurs. In der 29. Minute war aber auch er machtlos. Nach einer Hereingabe von der Grundlinie verkürzte Eliezer Ngyombo auf 1:2. Und damit war das Spiel plötzlich wieder völlig offen. Die SG hatte weiterhin ihre Möglichkeiten. Gerade wenn der Ball schnell durch die eigenen Reihen lief, war zu erkennen, dass Bamenohl spielerisch Vorteile besaß. Mehrere vielversprechende Situationen wurden allerdings wegen Abseits zurückgepfiffen. Auf der anderen Seite wurde deutlich: Salchendorf hatte sich längst in dieses Derby hineingearbeitet.
Nach der Pause wird es ungemütlich
Auch nach dem Seitenwechsel blieb es aus SG-Sicht zunächst ein unangenehmes Spiel. Salchendorf erhöhte den Druck, suchte immer wieder den Weg über lange Bälle und Standards und zwang die SG zu viel Defensivarbeit.
Es waren Phasen dabei, in denen Bamenohl ziemlich tief stand und kaum noch für Entlastung sorgen konnte. Das darf man aus Fansicht auch genauso sagen. Nach diesem überragenden Beginn hätte man sich gewünscht, dass die SG mehr Kontrolle über die Partie bekommt. Stattdessen ließ man die Gastgeber wieder ins Spiel zurückkommen und musste deutlich mehr investieren als es nach dem frühen 2:0 zunächst zu erwarten gewesen war.
Hinzu kam ein bitterer Moment für die SG: Kapitän Moritz Kümhof musste mit Schulterproblemen ausgewechselt und anschließend zur weiteren Untersuchung ins Krankenhaus. In diesem Moment rückte der Fußball natürlich erst einmal in den Hintergrund. Die Mannschaft musste sich danach neu sortieren, hielt aber dagegen und stemmte sich gemeinsam gegen die stärker werdenden Gastgeber.
In der 70. Minute fiel das 3:1 - Ein Tor genau zum richtigen Zeitpunkt.
Genau im richtigen Moment fällt das 3:1. Und dann kam dieser eine Treffer, den die SG in dieser Phase dringend benötigte. Salchendorf hatte zuvor viel investiert und immer wieder auf den Ausgleich gedrängt. Mit dem dritten Treffer verschaffte sich Bamenohl endlich wieder etwas Luft. Die Gastgeber warfen in der Schlussphase noch einmal alles nach vorne. Ein Ball nach dem anderen flog in Richtung SG-Strafraum. Freistöße, Ecken, lange Bälle – die Defensive hatte reichlich Arbeit. Doch die Mannschaft hielt dagegen.
Manuel Bart sorgte zwischendurch für wichtige Entlastung, hinten wurden die Bälle kompromisslos geklärt und auch Fynn Schneider war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Kurz vor Schluss wurde es noch einmal richtig gefährlich. Jan Vitt trat in der Nachspielzeit zu einem Freistoß aus rund 18 Metern an und setzte den Ball nur knapp am Tor vorbei. Einmal tief durchatmen. Wenig später war Schluss.
Sieben Punkte nach drei Spielen
Nach dem wilden 7:5 zum Auftakt in Wiemelhausen, dem bitteren späten Ausgleich gegen den Holzwickeder SC und nun dem 3:1 in Salchendorf steht die SG nach drei Spieltagen ungeschlagen und bei sieben Punkten.
Und der kleine Seitenhieb von Trainer Jonas Ermes nach dem zweiten Auswärtssieg durfte natürlich nicht fehlen: „Damit haben wir das vergangene Jahr schon mal getoppt.“
Schließlich gelang der SG in der gesamten vergangenen Oberliga-Saison nur ein Auswärtssieg. Vielleicht wird Bamenohl ja tatsächlich zur Auswärtsmannschaft. Noch schöner wäre allerdings, wenn nun auch zuhause der erste Dreier folgt. Denn bereits am Sonntag, 30. August, um 15:30 Uhr geht es weiter. Dann empfängt die SG in der heimischen H&R-Arena den DSC Wanne-Eickel.
Bild mit freundlicher Genehmigung von: www.57graphics.de
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