Punkteteilung im Spitzenspiel in Erndtebrück

Sonntag, 20. September 2026 · 15:00 UhrWestfalenliga Staffel 2, 7. Spieltag

Schiedsrichter: Fabian BernscheinLinienrichter: Niklas Berlinghoff, Fabian Wesenberg

Zuschauer: 150

90

Zweimal Aluminium: SG verpasst Sieg am Pulverwald

Spielbericht vom 20. September 2026

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    Zweimal Aluminium: SG verpasst Sieg (0:0) am Pulverwald

    Die SG Finnentrop/Bamenohl bleibt auswärts weiter stabil, muss sich beim TuS Erndtebrück aber mit einem 0:0 zufriedengeben. In einem intensiven und vor allem nach der Pause richtig guten Westfalenliga-Spiel hatte die Mannschaft von Trainer Jonas Ermes die besseren Möglichkeiten auf den Sieg. Luca Uwe Herrmann und der eingewechselte Yamoussa Camara scheiterten jeweils am Aluminium. So blieb der SG der erste Sieg am Pulverwald erneut verwehrt.

    Jonas Ermes nahm im Vergleich zur Vorwoche eine Änderung in der Startelf vor. Für Camara begann Luca Uwe Herrmann. Die SG kam ordentlich in die Partie, hatten zunächst mehr Ballbesitz und versuchten, das Spiel kontrolliert aufzubauen. Erndtebrück überließ Bamenohl in dieser Phase weitgehend den Ball und verzichtete zunächst auf frühes Pressing.

    Die erste Möglichkeit gehörte der SG. Maximilian Humberg fing einen Ball ab, über Marten Schelle ging es schnell weiter auf Herrmann, dessen Abschluss aus rund 16 Metern allerdings nicht platziert genug war. Auch danach hatte Bamenohl mehr vom Spiel, fand gegen die kompakte Defensive der Gastgeber aber nur selten die entscheidende Lücke. Immer wieder wurde Herrmann mit langen Bällen gesucht, doch diese Variante brachte zunächst kaum Gefahr.

    Nach rund einer halben Stunde wurde Erndtebrück mutiger. Die Gastgeber schoben nun höher, störten den Bamenohler Spielaufbau früher und kamen ihrerseits gefährlicher vor das Tor. In der 35. Minute lag der Ball sogar im Netz der SG, doch Filipzik stand beim Zuspiel deutlich im Abseits. Der Treffer wurde folgerichtig nicht anerkannt, doch zunächst blieb die Fahne unten, sogar die Torhymne in Erndtebrück setzte ein, was für zusätzliche Verwirrung sorgte. 

    Die Partie wurde zunehmend umkämpfter. Beide Abwehrreihen standen sicher, im Mittelfeld wurde um jeden Meter gerungen. Für Diskussionen sorgte bereits in der ersten Hälfte mehrfach die Linie des Schiedsrichtergespanns. Besonders eine Szene kurz vor der Pause, als Marten Schelle von Mack mit dem Ellebogen im Gesicht getroffen wurde und das Spiel weiterlief, sorgte auf Bamenohler Seite für erhebliches Unverständnis.

    Sportlich gehörte die letzte Aktion der ersten Hälfte allerdings den Gastgebern. Heric brachte einen Freistoß gefährlich auf das Tor, doch Fynn Schneider reagierte stark und verhinderte den Rückstand. Die SG hatte zwar deutlich mehr Ballbesitz, Erndtebrück in den ersten 45 Minuten aber die klareren Abschlüsse. Eine Führung der Gastgeber wäre angesichts der Spielanteile dennoch schmeichelhaft gewesen. So ging es torlos in die Kabinen.

    Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zunehmend. Bamenohl wurde zielstrebiger, erhöhte das Tempo und fand nun häufiger den Weg durch das Mittelfeld. Die Partie nahm deutlich Fahrt auf.

    In der 56. Minute dann die bis dahin größte Chance des Spiels: Lejf Kaden trieb den Ball mit Tempo durch die Mitte und spielte im perfekten Moment auf Luca Uwe Herrmann. Der Angreifer kam zum Abschluss – Pfosten! Das Aluminium verhinderte die Führung für die SG.

    Jetzt war Bamenohl endgültig im Spiel. Jannik Selter zwang Erndtebrücks Torhüter Schnitzler mit einem Distanzschuss zur Parade, wenig später versuchte es auch Kaden aus der zweiten Reihe. Die SG erhöhte den Druck und kam immer wieder in Abschlusspositionen.

    Zwischendurch wurde es auf der anderen Seite kurios. Nach einem Rückpass von Kaden trat Fynn Schneider am Ball vorbei und musste in höchster Not hinterher sprinten auf der eigenen Torlinie retten. Eine Slapstick-Einlage, die für die SG glücklicherweise ohne Folgen blieb.

    In der Schlussphase wurde aus der taktisch geprägten Begegnung schließlich ein offener Schlagabtausch. Beide Mannschaften spielten mit mehr Risiko, die Räume wurden größer und Bamenohl hatte nun die ganz dicken Möglichkeiten.

    In der 80. Minute brachte Schelle den Ball von rechts scharf in die Mitte. Tristan Studzian stand aus rund elf Metern völlig frei – eigentlich musste das die Führung sein. Doch der Ball fand nicht den Weg ins Tor.

    Kurz darauf verließ Schelle nach einem starken Auftritt den Platz, für ihn kam Yamoussa Camara. Und der hätte beinahe für den perfekten Einstand gesorgt.

    In der 86. Minute setzte Camara zu einem Kunstschuss an. Der Ball flog Richtung Tor, klatschte an den Innenpfosten – und sprang wieder heraus. Zum zweiten Mal an diesem Nachmittag rettete das Aluminium für Erndtebrück. Mehr Pech konnte die SG kaum haben.

    Auch in der Nachspielzeit suchte Bamenohl weiter den Sieg. Camara setzte sich noch einmal stark durch und bediente Herrmann. Dessen Abschluss konnte Schnitzler zur Ecke lenken. Auf der Gegenseite bekam Erndtebrück noch einen letzten Freistoß aus dem Bereich der Mittellinie, doch Moritz Kümhof klärte souverän per Kopf ins Seitenaus. Danach war Schluss.

    So blieb es beim 0:0 am Pulverwald.

    Ein Ergebnis, mit dem die SG leben kann – das sich nach diesen zweiten 45 Minuten aber fast ein wenig zu wenig anfühlt. Bamenohl steigerte sich nach der Pause deutlich, erspielte sich die besseren Chancen und scheiterte zweimal am Aluminium. Gerade der zweite Durchgang zeigte, warum die Mannschaft von Jonas Ermes derzeit in der Spitzengruppe mithalten kann.

    Der erste Sieg am Pulverwald muss damit weiter warten. Einen Punkt nimmt die SG dennoch mit – und aufgrund der starken zweiten Halbzeit auch die Erkenntnis, dass an diesem Nachmittag durchaus alle drei möglich gewesen wären.

    In der kommenden Woche wartet bereits der nächste Härtetest: Dann empfängt die SG den SC Obersprockhövel zum nächsten Heimspiel.